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Meiner!

Geckos

Auch meiner!


Die Taggeckos der Gattung Phelsuma-

sind eine der interessantesten und schönsten Geckos in der großen Familie der Gekkonidae.
Im Gegensatz zu den meisten Geckoarten sind diese wie der Name schon sagt tagaktiv.
Die Taggeckos unterscheiden sich deutlich durch ihre Farbenprächtigkeit (leuchtende Grün, Rot, Blau, Gelb, Schwarz, Weiß und Braun Töne in allen Schattierungen) von den meisten anderen Geckoarten.
Die Grundfarbe der Phelsuma ist aber meistens grün.

In ihrer natürlichen Umgebung tragen die Taggecko durch ihre Ernährungsform (Blütennektar, süße Früchte, Insekten) zur Bestäubung von Blüten (wie auch Vögel, und Nektarsaugende Fledermäuse) bei, und sind deshalb auch für die artenreiche Fauna von Wichtigkeit und Bedeutung


Die Herkunft der meisten Taggeckoarten sind die Vorgelagerten Inselgruppen vor Südostafrika: Madagaskar, Seychellen, Komoren, Maskarenen
Außerdem ist wenigsten eine Art in Südafrika   und eine Art in Tansania verbreitet bez. eingeschleppt.
Überraschender Weise gibt es auf den Andamanen (Inselkette im Indischen Ozean) auch eine Phelsuma Art. Welche systematische Stellung sie in der Phelsuma Gruppe jedoch einnimmt ist noch nicht ganz geklärt.

Zurzeit sind ca. 38 Arten und etwa 42 Unterarten bekannt. Erst letztes Jahr sind einige neue Arten und Unterarten entdeckt und geordnet worden, somit wird sich die Einteilung etwas korrigieren müssen.
Die meisten Phelsuma Arten sind auf Madagaskar (22 Arten) beheimatet.
Übrigens: Auf dieser- überaus interessanten- drittgrößten Insel der Welt kommen 99% aller Reptilien- und Amphibienarten vor. Viele der dort lebenden Pflanzen und Tierarten sind endemisch, d. h. sie kommen nur auf Madagaskar vor.

Eine Charakteristika von Geckos ist die Fähigkeit, Laute von sich zu geben. Eublepharinae, Gekkoninae und auch einige Arten der Unterfamilie der Diplodactylinae besitzen eine sogenannte Stimme, die vom leisen "Zirpen" bis zum lauten "Bellen und Schreien" reicht.
Wenn ihr mal "reinhören" wollt, auf gekkota.de gibts ein gutes Tonbandprotokoll:
Verschiedene Geckosounds

Ein weiteres Charakteristika ist ihre Fähigkeit auf glatten Flächen, auch über Kopf, zu (haften) laufen.
Von den über 1000 Geckoarten haben ca. 2/3 Haftlamellen an den Zehen.
Trotz unterschiedlichen Aufbaus der Haftlamellen an der Unterseite der Zehen der verschiedenen Arten, funktioniert der Haftmechanismus wahrscheinlich so:
Die einzelnen Haftlamellen sind mit unzähligen kleinen haarähnlichen Haftborsten (Setae) besetzt. Die Haftborsten bilden kleine Zweige aus die an den unteren Enden ein Paar microskopisch kleine Stützen (Spatulae) tragen.
Diese winzigen Spatulae funktionieren wie Saugnäpfe.

Geckos besitzen, wie einige andere Echsen auch, die Fähigkeit bei "Gefahr" ihren Schwanz an Sollbruchstellen abzuwerfen. Der Schwanz regeneriert sich, unterscheidet sich aber durch eine etwas mangelhafte Färbung, Beschuppung und Größe vom Orginal.

Die Taggeckos unterscheiden sich in mehrern Punkten von den Nacht- und Dämmerungsaktiven Lidgeckos.

Aktivitätszeiten
Tag- oder Dämmerungs-/ Nachtaktiv

Das Auge
Nur die Lidgeckos (Eublepharinae) besitzen und ein bewegliches Augenlid und eine Spaltpupille um das empfindliche Auge zu schützen.
Taggeckos haben wie auch alle restlichen GeckoArten ein unbewegliches Augenlid und runde Pupillen.
Die Augen werden durch eine sogenannte Brille bedeckt, die im Laufe der Entwicklung durch das Zusammenwachsen des Oberen und Unteren Augenlides entstanden ist (wie z.B. auch bei Schlangen, einigen Skink- und EidechsenArten).
Zur Reinigung und Befeuchtung lecken die Geckos mit der Zunge über ihre Augen.

Die Zehen
Alle Phelsuma Arten haben Haftlamellen an ihren Zehen.
Lidgeckos haben starke Krallen.

Taggeckos sind sehr territorial. Die Haltung von mehreren Männchen im Terrarium ist nicht möglich.
Die meisten Arten werden paarweise gehalten. Aber auch bei der Paarweisen Haltung kommt es des Öfteren zur Unverträglichkeiten zwischen den Tieren. Die daraus entstehenden Beißereien können bis zum Tot des schwächeren Tieres führen. Das muss auf alle Fälle beim Zusammensetzen der Tiere beachtet werden.
Auch in der Paarungszeit vom Oktober bis April kann es zu Verletzungen des Weibchens kommen, dann ist es nötig die Paare öfters zu trennen.
Alle Phelsuma Arten vermehren sich durch die Ablage von 1 bis 2 hartschaligen Eiern, die sie entweder an eine Unterlage (Steinplatten, Blütenstängel) ankleben, oder am Boden verstecken (die Unterscheidung innerhalb der Phelsuma- gruppe in „Klebern“ und „Legern“).
Die „Kleber“ Arten verkleben zusätzlich ihre 2 Eier aneinander.
Ein Ablösen der Beiden voneinander oder vom Kleberuntergrund ist nicht ohne Zerstörung der Eier möglich.
Bei den Weibchen von Phelsuma Arten ist eine Vorratsbefruchtung bekannt.
 
Ungeachtet der großen Anzahl von Arten der Gattung Phelsuma haben manche ein sehr begrenztes Verbreitungsgebiet und kommen nur auf wenigen 100 Hektar vor.
Bis auf eine Ausnahme stehen alle Taggecko Arten auf der WA- Artenschutz Liste Anhang I und II.





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