echsenseite.at  
  Home Chamäleons Ch. hoehnelii Montag, 06. September 2010  
Hauptmenü
Home
Wissenswertes
Haltungsberichte
Agamen
Bartagamen
Berberskinke
Chamäleons
Geckos
Die Beleuchtung
Tipps und Nützliches
Terrariumbau
Futtertiere und Zucht
Wirbellose Tiere
Galerie
Meine kleine Aquarienwelt
über mich
Sitemap
Banner
Impressum
Veranstaltungen
Gästebuch
Veranstaltungskalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3
Wer ist online
Besucher gesamt: 653.128
Besucher heute: 61
Besucher gestern: 133
gerade online: 2
max. online: 37
Ch. hoehnelii Drucken Email

Chamaeleo (trioceros) hoehnelii

Ch. hoehnelii



Überlegungen zur Zucht

Protokoll 1
Paarung, Trächtigkeit, Geburt, Aufzucht

Folge einer Vorratsbefruchtung
Trächtigkeit, Geburt aus einer Vorratsbefruchtung
 

 

2 Unterarten

Ch. (T.) h. hoehnelii (Kenia)
Ch. (T.) h.altaeelgonis, Loveridge 1935 (M. Elgon)

Lebendgebärend

Vorkommen
Ostafrika
Zentrales und westliches kenianisches Hochland
Uganda (Mount Elgon)
Das Verbreitungsgebiet umfasst Höhenlagen von~ 1200 bis 3000 Metern
hohe Temparaturschwankungen (Tag/ Nacht Unterschied bis zu 20 Grad und mehr)
Berghänge, in Büschen und grünes Gestrüpp
durchschnittliche Größe: 18 bis 22 cm
maximale Gesamtlänge 25 cm
Alter: 2- 4 Jahre
verschiedene Farbformen die je nach Fundort der Tiere variieren

Haltung
Die meisten Chamäleons sind sehr territorial (manche Arten sind auch aggressiv) und extrem stressanfällig. Sie müssen daher einzeln gehalten werden.
Nur zur Paarung werden sie zusammengesetzt.
Da die innerartliche Aggressivität bei den Helmchamäleons nicht so stark ausgeprägt ist, kann man in einem genügend großem Terrarium versuchen, ein Pärchen zu halten. Die Tiere verhalten sich meistens friedlich, ansonsten (z.B. bei dunkler Stressfärbung) muss man sie trennen und einzeln halten.
Bei Trächtigkeit des Weibchens, muss die Möglichkeit bestehen, dass sie sich weitläufig aus dem Weg gehen können, ansonsten ist es besser die Tiere zu trennen.
Männchen sind untereinander unverträglich.

Terrarium
Am Besten in einem dicht bepflanzten GazeTerrarium, da diese Art sehr frischluftbedürftig ist.
Einen großen Teil des Jahres können sie in einem Freiluftgehege im Halbschatten untergebracht werden, was zu empfehlen ist.

Die Grundbedingung für das Überleben der Tiere, ist eine starke Nachtabsenkung auf mindestens 15 Grad. Bei höheren Temperaturen sind sie nicht fähig tief zu schlafen, was in kurzer Zeit zum Tode führt. Besonders Wildfänge, Jungtiere, gravide Weibchen und kranke Tiere brauchen unbedingt eine deutliche Nachtabsenkung.

Tagestemperatur: 20 - 25 Grad
Nachttemperatur: 10 - 15 Grad
(Wobei die Temperaturen in den bewohnten Herkunftgebieten, in kühleren Jahresabschnitten, oft deutlich unter die Frostgrenze fallen).
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80 % und mehr
in der Früh und nachts ansteigend, im Tagesverlauf abfallend, mindestens 2x am Tag überbrausen oder sprühen.
Warme Tage, Temperaturen über 25 Grad, vertragen die Tiere nur, wenn auch gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.

Eigene Beobachtungen:
Temperaturen in meinen Freilufterrarien April/Mai :
Nachttemperatur: 6 - 15 Grad
Tagestemperatur: 15 -26 Grad
Ideale Temperaturen für die Hochlandart
Schalte tagsüber (bei Schlechtwetter) zeitweise Spot/s (Licht und Wärme) dazu, die gerne zum Aufwärmen genützt werden.
Sie vertragen die Temperaturen gut, mehrmaliges kontrolliertes Angreifen an kalten Tagen ergab das die Tiere ..." warm" waren.


Ch. hoehnelii

Ernährung
Alle handelsüblichen Futterinsekten in passender Größe, bevorzugt aber Fluginsekten und Raupen.
Ihren Wasserbedarf decken die Chamäleons durch Auflecken des Sprühwassers von den Blättern, aber es empfiehlt sich das zusätzliche Tränken (2 x die Woche) mit der Pipette.
Ich füttere meine Chamäleons alle 2 Tage abwechselnd mit Heimchen oder Heuschrecken, zusätzlich bekommen sie Vitamine und Mineralstoffe (Bestäuben der Insekten) und geriebene Sepiaschale.
Fliegen kann man immer zufüttern, sie haben einen geringen Nährwert, bieten Abwechslung und Bewegung- und erhöhen die Aufmerksamkeit der Tiere. Meine Ch. hoehnelli "lieben" Fliegen, aber fressen keine Mehlwürmer und Wachsmotten.

Fortpflanzung
Die Tiere sind mit ungefähr ca. 8 Monaten geschlechtsreif.
Setzt man das Männchen zu dem Weibchen, reagiert das Weibchen, wenn es paarungsbereit ist, mit schwachem Drohen oder ist passiv.
Das Männchen packt von hinten die Schwanzwurzel oder die Seite des Weibchens und führt den Hemipenis in die Kloake ein. Die Paarung dauert 10 bis 30 Minuten und wird in den darauf folgenden Tagen wiederholt.
Wenn das Weibchen befruchtet ist, wehrt sie das Männchen ab, versucht ihn zu beißen und färbt sich dunkel.
Wenn das Weibchen zu gestresst reagiert, muss man die Beiden trennen.
Das trächtige Weibchen frisst mehr als vorher. Das Futter sollte mit Calcium und Vitaminen angereichert sein.
Kurz vor der Geburt der Jungtiere frisst das Weibchen weniger, oder stellt die Nahrungsaufnahme ganz ein. Es sollte aber trotzdem immer Futter angeboten werden.
Auch auf ausreichende Wasseraufnahme muss geachtet werden.

Ch. hoehnelii Baby Ch. hoehnelii Baby
Ch.hoehnelii- Babys vom 18.11.03

Eigene Beobachtungen:
Das Männchen beginnt nach dem Einsetzen ins Freiluft- Terrarium sofort mit dem Balzen.

Beobachtete Paarungen:
am 17.04.03 vormittags
am 19.04.03 nachmittags

Das Weibchen wehrte sich Anfangs, bekam eine dunkle Färbung und versuchte das Männchen ständig zu beissen, was ihr auch einige Male gelang. Das Männchen blieb aber hartnäckig, versuchte immer wieder sie von hinten zu packen und zu umklammern, wobei sie ihm einige Male entwischte.
Wärend dem Geschehen, balzte er ständig, d.h. er nickte heftig mit dem Kopf, bewegte ruckartig seinen Schwanz und stellte sich in" Positur"- in dem er sich seitlich stark abflachte und ihr seine" Breitseite" zeigte. Als er sie dann erwischte, schob er sich über sie und begattete sie.
Der gesamte Vorgang dauerte ca 20 min.

Die 2. Paarung verlief friedlich
Das Weibchen antwortete dem stark nickendem Männchen ebenfalls mit Nicken, ging langsam einige Zentimeter weiter.
Das Männchen holte das Weibchen ein, schob sich über sie, wobei er sie mit den "Händen" umfasste, was fast "liebevoll" aussah. Er umschlang ihren Schwanz mit dem Seinen und führte so von unten seinen Hemipenis ein. Der Vorgang dauerte an die 10 min, wobei eine Art stoßende Bewegung zu sehen war. Diese Paarung habe ich mit meiner Digitalcamera festgehalten.
Die Trächigkeitsdauer der Ch. hoehnelii Weibchen beträgt ungefähr 160 Tage, also wird’s hoffentlich im Oktober soweit sein.
Das trifft sich sehr gut, da der Nachwuchs nur sehr geringe Temperaturen verträgt (~ 6 bis höchstens 24°)
Die Trächtigkeit dauert deshalb so lange, weil Ch. hoehnelii Lebendgebärend (ovivipar) sind, was unter den Chamäleonarten eher die Ausnahme ist.

Die meisten Arten sind eierlegend.
Nach den etwa 160 Tagen wird das Weibchen vorwiegend in den Vormittagsstunden 4 bis 24 Jungtiere in einer Eihülle gebären, die sie dann an einen Ast hängt.
Innerhalb einiger Minuten bis höchstens einer 1/2 Stunde sollten sich die Jungtiere von der Eihaut befreit haben, da die Eihaut "fest" wird, und sich die Tiere nicht mehr befreien können.
Da kann man ein wenig nachhelfen.

Die Tiere, die sich nicht selbstständig aus der Eihülle befreien können, entwickeln sich aber oft schwächlich und sind " Kümmerlinge".





 
Home
 

echsenseite.at by Gitti Engel - Email: info-at-echsenseite.at