Japalura
splendida- Chinesische oder grüne Bergagame
Japalura splendida ist eine Agamen- Hochlandform,
wie der Name schon aussagt, die in der Himalaja- Region bis ca.
3000 m und mehr gefunden wird. (Birma, Thailand, Kambodscha,
Vietnam, südliches China ect.)
Die Bergagamen leben hauptsächlich auf Bäumen, Büschen und
Felsen.
Ich halte seit gut 1 1/2 Jahren 1,1 Japalura splendida.
Meine Bergagamen halten sich zu 99% in den oberen 2/3 des
Terrariums auf (sehr gute und wendige Kletterer), sie betreten den
Boden kaum.
Mein
Haltungsprotokoll
Terrarium: (H x B x
L) 120 x 80 x 50 cm
Als Beleuchtung verwende ich 2 Leuchtstoffröhren mit
Vorschaltgerät+ Spot
1 von Arcadia D3 Reptile Leuchtstoffröhre 30 Watt
1 Sylvana Daylightstar 30 Watt
und 1 Spot mit einer Wärmelampe: Basking Spot Lamp 60 Watt
Folgende Temperaturen erreiche ich im
Terrarium
Temperaturgefälle
von unten bis oben : 25- 28 Grad
unterm Wärmespot bis zu 37 Grad
Nachtabsenkung: auf 20 Grad
Luftfeuchtigkeit:
ca. 60 - 75% RF gegen Mittag abfallend und Nachts
etwas ansteigend
2x am Tag - morgens und abends gut sprühen
Außerdem brauchen die adulten (geschlechtsreifen) Agamen eine
Winterruhe von ungefähr
3 Monaten, in denen man die Temperatur und die
Licht-Brenn-Dauer senkt und auch die Fütterung etwas sparsamer
macht.
Vorraussetzung ist natürlich das die Agamen gesund sind.
Protokoll
Kauf ~ von 1,1
Japalura splendida in einer Zoohandlung Jänner 02
Erstes Weibchen stirbt schon einige Stunden nach dem Kauf (es
war sehr klein, dunkel - matt in der Färbung- nach knapp einer
Stunde lag sie am Boden im Terrarium und rang um Luft)
Herzinfarkt wahrscheinlich in Folge von Stress durch das
Umsetzen und den Transport.
Der Versuch es zu Beatmen misslingt - das Weibchen stirbt
schon kurz darauf.
Zweites Weibchen, 2 Wochen später (Ersatz) ist deutlich
kräftiger, äußerlich dem männlichen Tier auch viel ähnlicher,
schöne Färbung, aktiv
Beide Tiere sind jetzt ca. 28 - 30 cm lang
das Aussehen von 1,1 ist fast identisch
das Männchen hat einen größeren Nackenkamm und ist allgemein
schlanker (auch aggressiver) und sehr scheu- das Weibchen ist
im Umfang etwas fülliger, sie ist öfter dunkler gefärbt aber
mit langsamer Bewegung lässt sie sich anfassen und auch
herausnehmen.
Im November 02 biss das Weibchen wahrscheinlich bei der
Fütterung (gierige Fresserin) in die Pinzette, oder einem
Ast.
Dabei zerbrach ein Teil des Kiefers (Zahnreihe) fast 1cm
lang, was ich leider nicht gleich bemerkte. Bei der nächsten
Fütterung, bemerkte ich eine Schwellung am rechten Oberkiefer.
Beim Tierarzt wurde der Bruch der Zahnreihe festgestellt,
welche sich entzündet hatte.
Der Tierarzt entfernte die Splitter, den Eiter und Teile von
schon abgestorbenem Gewebe, was auch Teile der Zunge betraf.
Er verabreichte Antibiotika und spritzte ein Stärkungsmittel
(+Calcium) und behandelte die betroffenen Stellen mit einem
entzündungshemmenden Mittel. Zuhause sollte ich jeden Tag die
betroffenen Stellen im Maul behandeln, und ihr Antibiotika mit
einer Spritze oral verabreichen, was ich auch tat. Zweimal
drückte ich noch Eiter aus der recht großen Wunde, so wie es
mir der Tierarzt gezeigt hatte.
Einige Wochen versuchte ich so die Entzündung der Kiefers in
den Griff zu bekommen. Langsam wurde es auch besser.
Anfang Jänner 03 schwoll auch noch das linke Auge des
Weibchens zu (ich glaubte das die Entzündung nun auf das Auge
übergriff, und hatte Angst das sie das Auge verlieren könnte)
auch durch beträufeln mit warmen Wasser, Öl, Kamillentee, lies
es sich nicht oder nur kurzzeitig öffnen. Gleichzeitig bekam
sie an der Schwanzwurzel einen dicken Knoten den ich als
Abszess deutete.
Beim Tierarzt wurde das bestätigt.
Beim Öffnen des Abszesses, was der Arzt (ohne Betäubung mit
einer Art Häkelnadel) mit wenigen Handgriffen machte, kam eine
dicke gelbliche Paste zum Vorschein. Das Weibchen ließ alle
Tätigkeiten ohne Gegenwehr geduldig über sich ergehen, sie
biss kein einziges Mal.
Auch die Schwellung beim Auge erkannte der Arzt als Abszess
und öffnete und reinigte auch dieses.
Ich behandelte zuhause weiter, indem ich, täglich die Wunden
mit einem antiseptischen Mittel bestrich und auch in die
Wunden einbrachte. Alles heilte recht schnell und problemlos
ab.
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Selbstgebautes
Terrarium mit modellierter Rück- und
Seitenwand
Beleuchtung: Neonröhren mit Vorschaltgeräten
(z. B. Reptistar/ Daylight und Arcadia/ D3)
und ein Wärmespot
Bodengrund: Erd/ Sandgemisch
dichte Bepflanzung:
z. B. schnellwachsender Scinlapsus, Ficus
etc.
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Anfang März war das neue
Terrarium für die Agamen fertig.
Als ich die Beiden umsetzte, fing das Männchen sofort mit dem
Balzen an.
Was sehr interessant ist: er bekommt eine schöne kräftige Färbung,
macht ruckartige Bewegungen mit dem Kopf und dem Schwanz,
Aufstellen des Kammes und nickende Bewegungen, - das Weibchen,
noch etwas geschwächt, ist noch nicht paarungsbereit, sie wird
aber mit jedem Tag kräftiger.
Beide fressen wieder gut (hurra!)
Wie ich jetzt beobachte ist sie dem Männchen gegenüber auch nicht
mehr so ablehnend.
Wobei .. überraschender Weise, das Männchen sie zwar bedrängt,
aber weder in den Nacken beißt, noch die Paarung erzwingt (wie es
bei manch andere Reptilien- Arten vorkommt). Er wartet auf ein ok
von ihr :))
Ich hoffe das sie bald paarungsbereit und trächtig wird.
Die Wunden sind schön und sauber abgeheilt, am Schwanz ist eine
kleine Narbe sichtbar, die aber nach der nächsten Häutung
wahrscheinlich nicht mehr zu sehen sein wird. Rund ums Auge sieht
man eine dunklere Färbung der Haut, und es sieht "knöcherner" aus
als wie die Umgebung des rechten Auges.
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