Das Jemenchamäleon
Ch. calyptratus gehört zu den größten Chamäleon- Arten.
Das Männchen kann eine maximale Gesamtlänge von ca. 60 cm
erreichen, das Weibchen ist deutlich kleiner, ca. 45 cm.
Die erreichbare Größe ist aber stark populationabhängig, das
heißt, das die Größe bei Ch. calyptratus je nach Fundort
variiert.
Gerade in Europa aber wurden die verschiedenen Formen gekreuzt,
sodas bei den Nachzuchten die erreichbare Größe (der Männchen)
maximal bei ca. 50 cm
liegt.
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Der Geschlechtsunterschied bei diesen
Chamäleon ist sehr ausgeprägt.
Schon nach dem Schlupf erkennt man bei
Männchen einen Fersensporn an den
Hinterfüssen.
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Adulte
männliche Tiere unterscheiden sich von den Weibchen durch die
Größe, sie haben höhere Helme (bis zu 8 cm) und Kämme, eine
verdickte Schwanzwurzel und eine prächtige, impossante
Färbung.
Alter: (im Terrarium)
bis zu 10 Jahren, Weibchen deutlich weniger
Ch. calyptratus sind sehr territorial und deshalb wird
Einzelhaltung empfohlen.
Herkunft
Südwesten der
Arabischen Halbinsel
von der Asir- Provinz in saudi- Arabien bis in die Umgebung
von Aden (Jemen).

Eines meiner Ch. calyptratus Männchen
beim Schlafen
Terrarium
Die Mindestanforderungen an die
Terrariengröße sind im Tierschutzgesetz verankert und müssen
beachtet werden. Trotz dem sind es "nur" Mindestanforderungen-
es gilt je größer- desto besser.
Chamäleons im Allgemeinen sind sehr Stickluft gefährdet, sie
benötigen viel Frischluft. Deshalb sollte das Terrarium ganz,
oder mindestens 3 Seiten aus Gaze oder Maschendraht bestehen.
Immer noch das Beste ist bei den Chamäleons ein selbstgebautes
Terrarium. Auch für nicht wirklich begabte "Baumeister" ist
der Bau eines Terrarium recht einfach zu realisieren. Vorteile
(genaue Platzanpassung vor Ort, genügend Belüftungsflächen,
günstiger Preis etc.) hat ein selbstgebautes Terrarium
allemal.
Im Fachhandel sind aber jetzt auch eigene Chamäleon- Terrarien
erhältlich (aus Glas, mit vergrößerten Lüftungsflächen, oder
auch vollständig aus Gaze)
Einrichtung
Dichte Bepflanzung, z.B. Ficus Benjamin, Scindapsus,
Philodendron, Dieffenbachia u.s.w.
Der Bodengrund ist für män. Tiere nicht wirklich von
Bedeutung, für die Weibchen aber äusserst wichtig.
Den eierlegenden Weibchen muss unbedingt ein passender
Bodengrund zur Verfügung gestellt werden, da sie sonst ihre
Eier nicht ablegen können und so an Legenot sterben.
Am besten ein feucht gehaltenes Erde- Sandgemisch, ungefähr
20 cm hoch.
Temperaturen im Terrarium
von 25° C (Boden) bis 35° C (Höhe), einen Sonnenplatz zum
Aufwärmen (Spot) ca. bis 42° C, und eine Nachtabsenkung auf
18- 20° C
Luftfeuchtigkeit 40 - 60 %, nachts ansteigend auf 80 %
Ich sprühe 2x am Tag (Morgens und Abends)
Sichtschutz zu anderen Chamäleons oder Reptilien
Auch die freie Zimmerhaltung z.B. am Blumenfenster, im
Gewächshaus oder Wintergarten ist möglich.
Im Sommer ist die zeitweise Pflege im Garten möglich und
wünschenswert .
Sonnenlicht (UVB- Strahlen) bildet das wichtige Vitamin D3
für den Stoffwechsel.
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Ich halte eines meiner Jemenchamäleonmännchen
in den kühlen Jahreszeiten an einem
"Blumenfenster".
Einige Pflanzen in Blumentöpfen und
Hängeampeln,
zusätzlich angebrachte Kletteräste aus
Bambusstäben,
Neonröhren mit Vorschaltgeräten (Daylight und
Reptisun)
div. Spots/ Strahler (z.B. eine Powersun)
In den Sommermonaten (Juni, Juli und
September) kommen meine Jemenchamäleons (in
selbstgebaute Terrarien aus Holz und
Maschendraht), in den Garten.
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Winterplatz für ein Ch.
calyptratus
Ernährung
Alle im Handel erhältlichen Futterinsekten, adulte Tiere auch
manchmal eine Babymaus, manche Jemenchamäleons fressen auch
Blätter (z.B.vom Ficus Benjamin, Salat, Wildkräuter wie Klee
und Löwenzahn), Blüten, Obst (Traubenstücke, Erdbeeren ect.)
und Gemüse (Gurke, Tomate)
Mein kleineres Ch.calyptratus- Männchen mag keine
vegetarische Kost, mein "Großer" frisst manchmal Blätter,
Salat und Obst.
Chamäleons nehmen Wasser vorwiegend in Form von Wassertropfen
auf, die sie, nach dem täglichen Sprühen, von den Blättern
auflecken. Zusätzlich empfiehlt es sich die Chamäleons
regelmäßig (ca.2x die Woche) mit Hilfe einer Pipette zu
tränken, oder eine Tropftränke etc. anzubringen.
Paarung
Das Weibchen setzt man zum Männchen ins Terrarium.
Das Männchen beginnt gleich mit dem Balzen. Es läuft mit
schaukelnden Bewegungen auf das Weibchen zu, nickt heftig mit
dem Kopf. Er flacht sich seitlich stark ab und bläht sich auf,
um sich imposanter dem Weibchen zu präsentieren, und färbt
sich in seinen schönsten Farbvarianten.
Ist das Weibchen nicht paarungsbereit färbt sie sich dunkel,
läuft weg. Folgt ihr das Männchen aber, droht, faucht und
beißt sie, sodas man sie schnell aus dem Terrarium nehmen
muss, um Verletzungen zu vermeiden. Die Männchen haben den
Weibchen gegenüber Beißhemmungen.
Ist sie paarungsbereit, läuft sie nur langsam weiter und
beachtet das Männchen nicht. Er klettert von hinten auf das
Weibchen und es kommt zur Paarung, die zwischen 3 und 30
Minuten dauern kann. Manche Tiere verpaaren sich mehrmals
täglich, teilweise 3 bis 4 Tage hintereinander, dann zeigt das
Weibchen seine Graviditätsfärbung.
Danach trennt man die Tiere wieder, weil das trächtige
Weibchen unverträglich wird.
Das Weibchen legt nach ca. 30 bis 40 Tagen, in einen
selbstgegrabenen Gang 10 bis 85 (durchschnittlich 30 bis 40)
Eier, in die feuchte Substratschicht.
Nach ca. 200 Tagen schlüpfen die 5 bis 7 cm großen
Jungchamäleons.

Ch. calyptratus Männchen
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