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  Home Chamäleons Ch. calyptratus Montag, 06. September 2010  
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Jemenchamäleon - Ch. calyptratus Drucken Email
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Das Jemenchamäleon

Ch. calyptratus gehört zu den größten Chamäleon- Arten.
Das Männchen kann eine maximale Gesamtlänge von ca. 60 cm erreichen, das Weibchen ist deutlich kleiner, ca. 45 cm.
Die erreichbare Größe ist aber stark populationabhängig, das heißt, das die Größe bei Ch. calyptratus je nach Fundort variiert.
Gerade in Europa aber wurden die verschiedenen Formen gekreuzt, sodas bei den Nachzuchten die erreichbare Größe (der Männchen) maximal bei ca. 50 cm liegt.


 

Der Geschlechtsunterschied bei diesen Chamäleon ist sehr ausgeprägt.
Schon nach dem Schlupf erkennt man bei Männchen einen Fersensporn an den Hinterfüssen.

Fersensporn eines adulten Ch. calyptratus

Adulte männliche Tiere unterscheiden sich von den Weibchen durch die Größe, sie haben höhere Helme (bis zu 8 cm) und Kämme, eine verdickte Schwanzwurzel und eine prächtige, impossante Färbung.
Alter: (im Terrarium)
bis zu 10 Jahren, Weibchen deutlich weniger

Ch. calyptratus sind sehr territorial und deshalb wird Einzelhaltung empfohlen.

Herkunft

Südwesten der Arabischen Halbinsel
von der Asir- Provinz in saudi- Arabien bis in die Umgebung von Aden (Jemen).

schlafendes Ch. calyptratus
Eines meiner Ch. calyptratus Männchen beim Schlafen

Terrarium

Die Mindestanforderungen an die Terrariengröße sind im Tierschutzgesetz verankert und müssen beachtet werden. Trotz dem sind es "nur" Mindestanforderungen- es gilt je größer- desto besser.

Chamäleons im Allgemeinen sind sehr Stickluft gefährdet, sie benötigen viel Frischluft. Deshalb sollte das Terrarium ganz, oder mindestens 3 Seiten aus Gaze oder Maschendraht bestehen. Immer noch das Beste ist bei den Chamäleons ein selbstgebautes Terrarium. Auch für nicht wirklich begabte "Baumeister" ist der Bau eines Terrarium recht einfach zu realisieren. Vorteile (genaue Platzanpassung vor Ort, genügend Belüftungsflächen, günstiger Preis etc.) hat ein selbstgebautes Terrarium allemal.
Im Fachhandel sind aber jetzt auch eigene Chamäleon- Terrarien erhältlich (aus Glas, mit vergrößerten Lüftungsflächen, oder auch vollständig aus Gaze)

Einrichtung

Dichte Bepflanzung, z.B. Ficus Benjamin, Scindapsus, Philodendron, Dieffenbachia u.s.w.
Der Bodengrund ist für män. Tiere nicht wirklich von Bedeutung, für die Weibchen aber äusserst wichtig.
Den eierlegenden Weibchen muss unbedingt ein passender Bodengrund zur Verfügung gestellt werden, da sie sonst ihre Eier nicht ablegen können und so an Legenot sterben.
Am besten ein feucht gehaltenes Erde- Sandgemisch, ungefähr 20 cm hoch.

Temperaturen im Terrarium

von 25° C (Boden) bis 35° C (Höhe), einen Sonnenplatz zum Aufwärmen (Spot) ca. bis 42° C, und eine Nachtabsenkung auf 18- 20° C
Luftfeuchtigkeit 40 - 60 %, nachts ansteigend auf 80 %
Ich sprühe 2x am Tag (Morgens und Abends)

Sichtschutz zu anderen Chamäleons oder Reptilien

Auch die freie Zimmerhaltung z.B. am Blumenfenster, im Gewächshaus oder Wintergarten ist möglich.
Im Sommer ist die zeitweise Pflege im Garten möglich und wünschenswert .
Sonnenlicht (UVB- Strahlen) bildet das wichtige Vitamin D3 für den Stoffwechsel.

 

 

Blumenfenster für Ch. calyptratus

Ich halte eines meiner Jemenchamäleonmännchen in den kühlen Jahreszeiten an einem "Blumenfenster".
Einige Pflanzen in Blumentöpfen und Hängeampeln,
zusätzlich angebrachte Kletteräste aus Bambusstäben,
Neonröhren mit Vorschaltgeräten (Daylight und Reptisun)
div. Spots/ Strahler (z.B. eine Powersun)
In den Sommermonaten (Juni, Juli und September) kommen meine Jemenchamäleons (in selbstgebaute Terrarien aus Holz und Maschendraht), in den Garten.

Winterplatz für ein Ch. calyptratus

Ernährung

Alle im Handel erhältlichen Futterinsekten, adulte Tiere auch manchmal eine Babymaus, manche Jemenchamäleons fressen auch Blätter (z.B.vom Ficus Benjamin, Salat, Wildkräuter wie Klee und Löwenzahn), Blüten, Obst (Traubenstücke, Erdbeeren ect.) und Gemüse (Gurke, Tomate)
Mein kleineres Ch.calyptratus- Männchen mag keine vegetarische Kost, mein "Großer" frisst manchmal Blätter, Salat und Obst.
Chamäleons nehmen Wasser vorwiegend in Form von Wassertropfen auf, die sie, nach dem täglichen Sprühen, von den Blättern auflecken. Zusätzlich empfiehlt es sich die Chamäleons regelmäßig (ca.2x die Woche) mit Hilfe einer Pipette zu tränken, oder eine Tropftränke etc. anzubringen.

Paarung

Das Weibchen setzt man zum Männchen ins Terrarium.
Das Männchen beginnt gleich mit dem Balzen. Es läuft mit schaukelnden Bewegungen auf das Weibchen zu, nickt heftig mit dem Kopf. Er flacht sich seitlich stark ab und bläht sich auf, um sich imposanter dem Weibchen zu präsentieren, und färbt sich in seinen schönsten Farbvarianten.
Ist das Weibchen nicht paarungsbereit färbt sie sich dunkel, läuft weg. Folgt ihr das Männchen aber, droht, faucht und beißt sie, sodas man sie schnell aus dem Terrarium nehmen muss, um Verletzungen zu vermeiden. Die Männchen haben den Weibchen gegenüber Beißhemmungen.
Ist sie paarungsbereit, läuft sie nur langsam weiter und beachtet das Männchen nicht. Er klettert von hinten auf das Weibchen und es kommt zur Paarung, die zwischen 3 und 30 Minuten dauern kann. Manche Tiere verpaaren sich mehrmals täglich, teilweise 3 bis 4 Tage hintereinander, dann zeigt das Weibchen seine Graviditätsfärbung.
Danach trennt man die Tiere wieder, weil das trächtige Weibchen unverträglich wird.
Das Weibchen legt nach ca. 30 bis 40 Tagen, in einen selbstgegrabenen Gang 10 bis 85 (durchschnittlich 30 bis 40) Eier, in die feuchte Substratschicht.
Nach ca. 200 Tagen schlüpfen die 5 bis 7 cm großen Jungchamäleons.

 

 

Ch. calyptratus, ca. 6 Jahre alt (2004)
Ch. calyptratus Männchen



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